Barrierefreie Zustiege

Leon CosteAllgemeinKommentar hinterlassen

Beschlussvorschlag:
Zur Vorbereitung / Umsetzung der nach § 8 des Personenbeförderungsgesetzes ab dem 01.01.2022 vorgeschriebenen vollständigen Barrierefreiheit für den öffentlichen Personennahverkehr wird der Gemeindevorstand beauftragt, bis zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 25.09.2017
eine Aufstellung der im Gemeindegebiet vorhandenen Bushaltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs zu erarbeiten,
eine Prioritätenliste anhand der Frequentierung zu erstellen, die einen Vorschlag für die zeitliche Rangfolge der Umbaumaßnahmen beinhalten soll,
die geschätzten Auszahlungen für die zu erwartenden Investitionen inklusive der Planungskosten pro Einzelmaßnahme und zusammenfassend für die Gesamtmaßnahme zu ermitteln sowie die Möglichkeiten der Fördermittelfinanzierung durch das Land Hessen zu beziffern.




Begründung:
Mit der oben erwähnten Änderung des Personenbeförderungsgesetztes zur vollständigen barrierefreien Nutzungsmöglichkeit des öffentlichen Personennahverkehrs soll mobilitätseingeschränkten Fahrgästen die eigenständige Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht werden. Dies betrifft zum einen die eingesetzten  Fahrzeuge selbst, was in der Verantwortung der Nahverkehrsverbünde und infolge dessen der beauftragten Linienbetriebe liegt, aber auch die Kommunen, welche die Verantwortung für die baulichen Anlagen innerhalb Ihres Gemeindegebiets tragen.
Zu mobilitätseingeschränkten Menschen zählen zum einen ältere Menschen, die ggf. auf Unterstützungshilfen in ihrer Fortbewegung angewiesen sind, Personen mit Kinderwagen oder Buggys, kleine oder große Fahrgäste mit speziellen Einschränkungen. Auch Personen, die ihre Einkäufe nach Hause transportieren möchten, sind hier zu berücksichtigen. An diesen Beispielen lässt sich erkennen, wie wichtig ein barrierefreier Ein- und Ausstieg aus dem bzw. in den Bus ohne Hindernisse für jedermann ist. 

Erzielt wird diese Barrierefreiheit zum einen durch den Einbau von speziellen Sonderborden (Niederflurbordsteinen), welche durch Ihre besondere Form und Höhe ein nahezu niveaugleiches Ein- und Aussteigen (ohne Stufen und größere Spalten zwischen Bord und Bus) ermöglichen, als auch durch ein spurgeführtes An- und Abfahren für den anfahrenden Linienbetrieb. Im Zuge des Einbaus dieser Sonderborde können sowohl der Ausbau des Wartebereiches umgesetzt, als auch bei Bedarf neue beleuchtete und transparente Fahrgastwartehallen mit Informationsmöglichkeiten für den Fahrgast errichtet werden.
Mit dem Umbau der Haltestellen wird zum einem der gesetzlichen Forderung nachgekommen und zum anderen darüber hinaus erreicht, dass die Attraktivität der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gesteigert wird. Außerdem werden Verspätungen durch ein reibungsloseres Bedienen der Haltestellen weitgehend vermieden.


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